{"id":2425,"date":"2020-07-15T12:57:24","date_gmt":"2020-07-15T10:57:24","guid":{"rendered":"http:\/\/s1073265861.online.de\/?p=2425"},"modified":"2024-12-16T14:40:51","modified_gmt":"2024-12-16T13:40:51","slug":"schlossmuseum-arnstadt-neue-sonderausstellung-reklame-kunst-verkauft","status":"archive","type":"post","link":"https:\/\/schatzkammer-thueringen.de\/en\/schlossmuseum-arnstadt-neue-sonderausstellung-reklame-kunst-verkauft\/","title":{"rendered":"Schlo\u00dfmuseum Arnstadt: Neue Sonderausstellung \u201eReklame \u2013 Kunst verkauft\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>Noch bis 22. November 2020<\/em><\/p>\n<p><strong>\u201eReklame \u2013 Kunst verkauft\u201c Werbung und Verpackung von 1900 bis 1930<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Deutsche Reklame &#8211; 100 Jahre Werbung und Verpackung ist der Titel einer Kollektion, die ausschlie\u00dflich auf die Initiative eines privaten Sammlers zur\u00fcckgeht. Innerhalb von fast vier Jahrzehnten zusammengetragen, pr\u00e4sentiert sie einen Ausschnitt historischer Warenverpackungen und Werbetr\u00e4ger aus dem Zeitraum von 1850 bis 1950.<\/p>\n<p>Schwerpunkt bei der Auswahl der Exponate f\u00fcr die Ausstellung im Schlo\u00dfmuseum Arnstadt lag dabei auf der Zeit um 1900 und den \u201eGoldenen Zwanzigern\u201c. Zusammengetragen wurden Produktverpackungen und Werbeobjekte zum einen von Herstellern, die Kriege, Weltwirtschaftskrise und Nachkriegszeit nicht \u00fcberstanden, zum anderen aber von gro\u00dfen deutschen Marken, die allen historischen Umw\u00e4lzungen getrotzt haben und heute wie vor 100 Jahren allt\u00e4gliche Begleiter sind. Die Exponate sind Alltagsgegenst\u00e4nde, die den Schutz ihres Inhalts bei Transport und Lagerung beziehungsweise ihrer Verkaufsf\u00f6rderung dienen sollten und oftmals nur auf begrenzte Lebensdauer ausgelegt waren. Dass diese St\u00fccke uns heute noch Zeugnis geben k\u00f6nnen, liegt in ihrer Zweitverwendung bzw. Zweckentfremdung.<\/p>\n<p>Dienten die Dosen, nachdem ihr Inhalt aufgebraucht war, als Beh\u00e4ltnis f\u00fcr N\u00e4gel und Schrauben auf dem Speicher oder im Keller, als Beh\u00e4ltnis f\u00fcr Kleingeld oder Liebesbriefe im Schreibtisch, so haben viele Schilder als n\u00fctzliches Blech zum Abdichten des Daches in Garten und Scheune oder verspielter Zierrat einer Garage \u00fcberlebt. Besonderes Augenmerk beim Sammeln galt dem hohen \u00e4sthetischen Reiz einzelner St\u00fccke, dem besonderen zeittypischen Erscheinungsbild und der Umsetzung eines unverwechselbaren Markenauftritts. Wichtige Grafiker und Designer des 20. Jahrhunderts wie Gipkens, Klinger, Erdt, von Suchodolski, Bernhard, Hohlwein, Margold oder van de Velde finden sich mit ihren Entw\u00fcrfen in dieser Ausstellung wieder.<\/p>\n<p>Die \u201edreidimensionale Verf\u00fchrung\u201c, die gestaltete Warenverpackung aus Blech, steht nicht ohne Grund im Mittelpunkt. Schlie\u00dflich war sie es, die Ende der 1970er Jahre die Neugierde des Sammlers bereits im Kindesalters reizte. Erg\u00e4nzt durch Plakate, Emailleschilder, Pappaufsteller und Reklametr\u00e4ger anderer Art blieb die Dose, der \u201ewandernde Werbetr\u00e4ger im Hosentaschenformat\u201c, immer Mittelpunkt sammlerischer Leidenschaft. Dabei sind die wenigsten Gegenst\u00e4nde dem Sammler \u201ezugefallen\u201c. War am Anfang der elterliche Dachboden ein scheinbar unersch\u00f6pflicher Fundus, wurde die Suche, das Aufsp\u00fcren neuer alter St\u00fccke schnell ausgedehnt auf Nachbarn und Verwandte. Oft mussten Matchboxautos und S\u00fc\u00dfigkeiten als Tauschobjekt angeboten werden, damit ein sch\u00f6nes St\u00fcck mit orientalischer Szenerie in die H\u00e4nde des Sammlers kam. Bis heute bieten Tr\u00f6delm\u00e4rkte, Sammlerb\u00f6rsen und Auktionen im In- und Ausland Gelegenheit seltene St\u00fccke zu erwerben.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201eKunst verkauft\u201c widmet sich einer Kulturgeschichte zum Anfassen.<\/p>\n<p><strong>Ausstellungsgespr\u00e4che und F\u00fchrungen<\/strong><\/p>\n<p>Insofern es die gesetzlichen Bestimmungen in Hinblick auf die Corona-Pandemie erlauben, werden folgende Veranstaltungen durchgef\u00fchrt:<\/p>\n<p><strong><em>Ausstellungsgespr\u00e4che mit Christian H\u00fchn<\/em><\/strong><br \/>\nFreitag, 31. Juli 2020, 15.00 Uhr<br \/>\nFreitag, 25. September 2020, 15.00 Uhr<\/p>\n<p>Tag des offenen Denkmals<br \/>\nSonntag, 13. September 2020, 14.00 Uhr<br \/>\n<strong><em>F\u00fchrung mit Musik und Kaffee<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Kosten: regul\u00e4rer Museumseintritt<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch bis 22. November 2020 \u201eReklame \u2013 Kunst verkauft\u201c Werbung und Verpackung von 1900 bis 1930 Deutsche Reklame &#8211; 100 Jahre Werbung und Verpackung ist der Titel einer Kollektion, die ausschlie\u00dflich auf die Initiative eines privaten Sammlers zur\u00fcckgeht. 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